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Mut zu schöpfen, Vertrauen!
Der Pfingsthymnus «Veni, Creator Spiritus»stammt aus dem 9. Jahrhundert und wird Rhabanus Maurus als Autor zugeschrieben – möglicherweise hat der Mönch aber eine ältere Fassung überliefert.
Es existieren mehrere deutsche Übertragungen, etwa von: Martin Luther 1524, Heinrich Bone 1847, Friedrich Dörr 1969 – Gustav Mahler vertonte die lateinische Fassung in seiner 8. Sinfonie.
Hier folgt nun die Fassung der alten Allgäuer Bäuerin Cäcilia Bader, die durch die besondere Anmut und Kraft einer ganz und gar unverstellten Schlichtheit überzeugt.
Veni, Creator spiritus - Komm, Schöpfer Geist
Öffne, was verschlossen ist
Heile, was verwundet ist
Wasche, was beflecket ist
Lenke, was da irre geht
Beuge, was verhärtet ist
Tränke, was da dürre steht
Stärke, was da schwächlich ist
Wärme, was erkaltet ist
Heile, was verwundet ist
Wasche, was beflecket ist
Lenke, was da irre geht
Beuge, was verhärtet ist
Tränke, was da dürre steht
Stärke, was da schwächlich ist
Wärme, was erkaltet ist
Tröste den, der Tränen weint
Mach dir unser Herz bereit
Dring in unsre Seelen ein
Oh du Licht der Seligkeit
Ohne deinen Gnadenschein
steht der arme Mensch allein
kann nicht gut und sicher sein
Heiliger Geist, wir bitten dich
Gib uns deiner Gnadenkraft
Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.
Gib uns deiner Gnadenkraft
Gib Verdienst in dieser Zeit
und dereinst die Seligkeit
nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen
Cäcilia Bader